PEPTIDBIBEL

Direktvergleich

Wer nimmt was — und was ist davon belegt?

Fünf öffentlich dokumentierte Longevity-Protokolle nebeneinander. Ein Punkt bedeutet: die Person hat diesen Bestandteil öffentlich genannt. Die letzte Spalte zeigt, wie gut er tatsächlich belegt ist.

BestandteilBryanPeterAndrewDavidRhondaEvidenzDetail
NAD⁺-VorstufenmoderatNMN (Nicotinamidmononukleotid)
SpermidinbegrenztSpermidin
FisetinbegrenztFisetin
ResveratrolbegrenztResveratrol
Calcium-AKGbegrenztCalcium-Alpha-Ketoglutarat (Ca-AKG)
CoQ10begrenztCoenzym Q10 (Ubiquinol)
KreatinmoderatKreatin (Monohydrat)
Omega-3begrenztOmega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)
Vitamin D3moderatVitamin D₃
MagnesiumbegrenztMagnesium
CurcuminbegrenztCurcumin
ApigeninpräklinischApigenin
Vitamin K2begrenztVitamin K₂ (MK-7)
TaurinbegrenztTaurin
SulforaphanpräklinischSulforaphan

Stand der öffentlichen Angaben zum Zeitpunkt der Recherche. Protokolle ändern sich; maßgeblich sind stets die verlinkten Primärquellen.

Was der Vergleich zeigt

Je weiter oben ein Bestandteil in dieser Tabelle steht, desto mehr Personen nennen ihn — und desto besser ist er in der Regel auch belegt. Die Schnittmenge aus Omega-3, Vitamin D, Kreatin und Magnesium ist gleichzeitig der am besten untersuchte Teil der gesamten Longevity-Supplementierung.

Interessanter ist der Dissens: Bei NAD⁺-Vorstufen und Resveratrol stehen sich zwei Lager gegenüber. Sinclair baut sein Protokoll darauf auf, Attia verzichtet ausdrücklich darauf. Unsere Evidenzeinstufung fällt hier näher an Attias Position aus — nicht aus Sympathie, sondern weil belastbare klinische Endpunkte beim Menschen fehlen.

Häufige Fragen
Worin sind sich alle Longevity-Experten einig?

Omega-3 und Vitamin D tauchen in praktisch jedem Protokoll auf, Kreatin und Magnesium in den meisten. Es sind zugleich die Bestandteile mit der besten Humanevidenz.

Worüber streiten sie?

Vor allem über NAD⁺-Vorstufen und Resveratrol: David Sinclair setzt zentral darauf, Peter Attia lehnt beides mangels überzeugender Humandaten ab.