PEPTIDBIBEL

Experimentelle & seltene Moleküle

MIF-1

Melanostatin-Fragment (Tripeptid)

Auch bekannt als: Pro-Leu-Gly-NH₂, PLG, Melanocyte-inhibiting factor-1

Endogenes Tripeptid mit dopaminmodulierender Wirkung, historisch als Antidepressivum- und Antiparkinson-Kandidat untersucht.

präklinisch

Steckbrief
Sequenz
Pro-Leu-Gly-NH₂
Herkunft
Hypothalamus (Oxytocin-abgeleitet)
Applikation
experimentell
Rechtlicher & regulatorischer Status
Kein zugelassenes Arzneimittel; älter erforscht (Neuropsychiatrie).
Wirkmechanismus

Wirkt als allosterischer Modulator dopaminerger (D2) und anderer Rezeptorsysteme; beeinflusst Stimmung und motorische Funktion in präklinischen und frühen klinischen Modellen.

Dopamin (D2-Modulation)neuropsychiatrisch
Bezug zu den Hallmarks of Ageing

Experimentelle Peptide ohne gefestigtes Wirkprofil – ein belastbarer Anti-Aging-Mechanismus lässt sich hier nicht seriös ableiten. Etwaige Bezüge bleiben spekulativ, bis mechanistische und klinische Daten vorliegen.

Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.

Evidenz nach Endpunkt
  • Stimmung / Depression · Humanpräklinisch
  • Motorik (Parkinson) · Tierpräklinisch
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

Stimmung/Antidepressivum, Parkinson (alt, schwach belegt)
Dosen aus Studien — reine Referenz
In älteren Studien variabel; keine etablierte Anwendung.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

wenig systematische Daten.

Theoretische Risiken

unbekannt.

Kontraindikationen / Vorsicht

Offene Fragen
  • reproduzierbare klinische Wirkung
  • Mechanismus der Rezeptormodulation
Quellen
  • Übersichtsliteratur zu MIF-1 (Pro-Leu-Gly-NH₂) und dopaminerger Modulation. · Review
3D-Struktur
Pro–Leu–Gly (MIF-1)
ziehen zum Drehen · scrollen zum Zoomen
Häufige Fragen
Was ist MIF-1?

Endogenes Tripeptid mit dopaminmodulierender Wirkung, historisch als Antidepressivum- und Antiparkinson-Kandidat untersucht.

Wie wirkt MIF-1?

Wirkt als allosterischer Modulator dopaminerger (D2) und anderer Rezeptorsysteme; beeinflusst Stimmung und motorische Funktion in präklinischen und frühen klinischen Modellen.

Wie gut ist MIF-1 belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „präklinisch“. Belastbare Humanstudien fehlen bislang.

Ist MIF-1 in Österreich und der EU zugelassen?

Kein zugelassenes Arzneimittel; älter erforscht (Neuropsychiatrie).

Welche Nebenwirkungen sind für MIF-1 bekannt?

wenig systematische Daten.

Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten