Humanin
Mitochondrial kodiertes Peptid (MDP)
Auch bekannt als: HN, HNG (Analogon)
Erstes der mitochondrial-abgeleiteten Peptide (zu denen auch MOTS-c und SHLP-1–6 zählen). Zytoprotektiv und neuroprotektiv; in Modellorganismen mit Lebensspanne und Healthspan verknüpft. Humandaten sind bislang nur korrelativ.
präklinisch
Schützt Zellen vor Apoptose und oxidativem Stress; interagiert mit IGFBP3 und Bax sowie der Insulin/IGF-1-Achse. In C. elegans erhöht Humanin-Überexpression die Lebensspanne abhängig von daf-16/FOXO. Der Analog HNG verbessert metabolische Healthspan-Marker in alternden Mäusen.
Mitochondrial abgeleitetes Peptid mit zytoprotektiven Effekten; höhere Spiegel sind beim Menschen mit Langlebigkeit assoziiert. Mechanistischer Bezug zu mitochondrialer Dysfunktion plausibel, Kausalität offen.
Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.
- Longevity (Modellorganismen) · Tierpräklinisch
- Neuroprotektion · Tierpräklinisch
- Longevity beim Menschen · —keine Daten
| Quelle | n | Design | Dauer | Endpunkte | Ergebnis | Limitationen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Korrelationsstudien | — | Beobachtung | — | Humanin-Spiegel | höhere Spiegel bei Kindern von Hundertjährigen; niedriger bei Alzheimer/MELAS | keine randomisierte Studie |
| Modell | Dosis (Studie) | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| C. elegans (Überexpression) | — | — | ↑ Lebensspanne (daf-16-abhängig) |
| Mäuse + HNG-Analog | 2×/Woche | mittleres Alter | ↑ metabolische Healthspan, ↓ Entzündungsmarker |
Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.
Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.
in Studien geringe Toxizität.
Modulation der IGF-1-Achse (Tumor-Relevanz).
—
- Wirkung beim Menschen jenseits korrelativer Daten
- stabilere Analoga
- Dosis-Wirkung
- Yen K. et al. (2020). The mitochondrial derived peptide humanin is a regulator of lifespan and healthspan. Aging (Albany NY) 12(12):11185–11199. · 10.18632/aging.103534
Was ist Humanin?
Erstes der mitochondrial-abgeleiteten Peptide (zu denen auch MOTS-c und SHLP-1–6 zählen). Zytoprotektiv und neuroprotektiv; in Modellorganismen mit Lebensspanne und Healthspan verknüpft. Humandaten sind bislang nur korrelativ.
Wie wirkt Humanin?
Schützt Zellen vor Apoptose und oxidativem Stress; interagiert mit IGFBP3 und Bax sowie der Insulin/IGF-1-Achse. In C. elegans erhöht Humanin-Überexpression die Lebensspanne abhängig von daf-16/FOXO. Der Analog HNG verbessert metabolische Healthspan-Marker in alternden Mäusen.
Wie gut ist Humanin belegt?
Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „präklinisch“. Es liegen 1 ausgewertete Humanstudien vor.
Ist Humanin in Österreich und der EU zugelassen?
Endogenes mitochondrial-abgeleitetes Peptid (erstes seiner Klasse). Therapeutisch experimentell.
Welche Nebenwirkungen sind für Humanin bekannt?
in Studien geringe Toxizität.
Humanin wird hier eingeordnet: Peptide und Anti-Aging — mit Evidenztabelle aller Substanzen dieses Bereichs.
Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten