PEPTIDBIBEL

Seltene Nischen-Peptide

DSIP

Delta-Schlaf-induzierendes Peptid (9 AS)

Auch bekannt als: Delta Sleep-Inducing Peptide, Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu

In den 1970ern aus Kaninchenhirn isoliertes Peptid, das mit Schlafregulation und Stressresistenz in Verbindung gebracht wird. Die Datenlage ist alt und widersprüchlich, ein klarer Rezeptor fehlt.

präklinisch

Steckbrief
Sequenz
WAGGDASGE (9 AS)
Entdeckung
1977 (Schoenenberger/Monnier)
Applikation
i.v. / s.c. (Forschung)
Rechtlicher & regulatorischer Status
Kein zugelassenes Arzneimittel; alt erforscht, mechanistisch unklar.
Wirkmechanismus

Postulierte Modulation schlaf- und stressregulierender Systeme (u. a. neuroendokrin); kein eindeutig identifizierter Rezeptor. Mechanistisch schlecht verstanden.

Schlafregulation (postuliert)neuroendokrinantioxidativ
Bezug zu den Hallmarks of Ageing

Diese Peptide haben sehr unterschiedliche Zielstrukturen; ein gemeinsamer Anti-Aging-Mechanismus existiert nicht. Wo ein Bezug besteht, läuft er meist über Entzündungsmodulation oder Barriere-/Signalfunktionen – im Einzelfall plausibel, als Klasse aber kein Alterns-Mechanismus.

Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.

Evidenz nach Endpunkt
  • Schlaf · Humanpräklinisch
  • Stress / Schmerz · Tierpräklinisch
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

tieferer, erholsamerer SchlafStress- und SchmerzlinderungHormonbalance (LH/GH/Cortisol)Anti-Aging und Entzugslinderung (Claim)
Dosen aus Studien — reine Referenz
In älteren Studien variabel; keine standardisierte Anwendung.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

wenig systematische Daten.

Theoretische Risiken

unbekannt.

Kontraindikationen / Vorsicht

Offene Fragen
  • Rezeptor/Mechanismus
  • reproduzierbare Schlafwirkung beim Menschen
Quellen
  • Schoenenberger GA, Monnier M (1977). Delta sleep-inducing peptide. Übersichtsliteratur. · Review
3D-Struktur
Trp–Ala–Gly–Gly–Asp–Ala–Ser–Gly–Glu
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Häufige Fragen
Was ist DSIP?

In den 1970ern aus Kaninchenhirn isoliertes Peptid, das mit Schlafregulation und Stressresistenz in Verbindung gebracht wird. Die Datenlage ist alt und widersprüchlich, ein klarer Rezeptor fehlt.

Wie wirkt DSIP?

Postulierte Modulation schlaf- und stressregulierender Systeme (u. a. neuroendokrin); kein eindeutig identifizierter Rezeptor. Mechanistisch schlecht verstanden.

Wie gut ist DSIP belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „präklinisch“. Belastbare Humanstudien fehlen bislang.

Ist DSIP in Österreich und der EU zugelassen?

Kein zugelassenes Arzneimittel; alt erforscht, mechanistisch unklar.

Welche Nebenwirkungen sind für DSIP bekannt?

wenig systematische Daten.

Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten