Dihexa
Angiotensin-IV-Analogon (Peptidmimetikum)
Auch bekannt als: N-hexanoic-Tyr-Ile-(6) aminohexanoic amide
Oral aktives, BHS-gängiges Peptidmimetikum, das den HGF/c-Met-Weg verstärkt und in Zellmodellen extrem potente Synaptogenese auslöste. Es existieren jedoch keine Humanstudien – und die methodische Grundlage ist durch Retraktionen belastet.
präklinisch
Bindet HGF mit hoher Affinität, hemmt dessen Dimerisierung und wirkt synergistisch auf c-Met-Signale → Spinogenese und Synaptogenese im Hippocampus. Der prokognitive Effekt ist HGF/c-Met-abhängig (Benoist 2014).
Kognitive/neurotrophe Peptide wirken über BDNF und neuroprotektive Signalwege. Relevanz vor allem für den Erhalt kognitiver Funktion (Proteostase im ZNS, interzelluläre Signalgebung), nicht für die Lebensspanne – plausibel als Beitrag zum „kognitiven Healthspan“.
Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.
- Kognition (Tier) · Tierpräklinisch
- Wirksamkeit beim Menschen · —keine Daten
| Quelle | n | Design | Dauer | Endpunkte | Ergebnis | Limitationen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| — | — | keine Humanstudie | — | — | nicht untersucht | Humandaten fehlen; Grundlagenpapiere 2025 retrahiert |
| Modell | Dosis (Studie) | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Ratte, Demenzmodelle | oral | — | verbesserte Lernleistung (Morris Water Maze), HGF-abhängig |
| Zelltyp | Intervention | Ergebnis |
|---|---|---|
| Hippocampus-Neurone | Dihexa | starke Spinogenese (in vitro „× BDNF“-Werte aus Assays – mit Vorsicht) |
Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.
Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.
keine Humandaten.
c-Met-Aktivierung ist onkogen relevant → theoretisches Krebsrisiko.
—
- Validität nach Retraktionen
- Tumorrisiko der c-Met-Aktivierung
- Humanstudien
- Benoist CC. et al. (2014). Dihexa cognitive effects mediated by HGF/c-Met. J Pharmacol Exp Ther. · Review
- Hinweis: Grundlagenpublikationen 2025 zurückgezogen. · Retraction 2025
Was ist Dihexa?
Oral aktives, BHS-gängiges Peptidmimetikum, das den HGF/c-Met-Weg verstärkt und in Zellmodellen extrem potente Synaptogenese auslöste. Es existieren jedoch keine Humanstudien – und die methodische Grundlage ist durch Retraktionen belastet.
Wie wirkt Dihexa?
Bindet HGF mit hoher Affinität, hemmt dessen Dimerisierung und wirkt synergistisch auf c-Met-Signale → Spinogenese und Synaptogenese im Hippocampus. Der prokognitive Effekt ist HGF/c-Met-abhängig (Benoist 2014).
Wie gut ist Dihexa belegt?
Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „präklinisch“. Es liegen 1 ausgewertete Humanstudien vor.
Ist Dihexa in Österreich und der EU zugelassen?
Kein zugelassenes Arzneimittel; rein präklinisch. Wichtig: zentrale biochemische Grundlagenarbeiten wurden 2025 zurückgezogen.
Welche Nebenwirkungen sind für Dihexa bekannt?
keine Humandaten.
Dihexa wird hier eingeordnet: Peptide für Kognition und Fokus — mit Evidenztabelle aller Substanzen dieses Bereichs.
Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten