PEPTIDBIBEL

Reproduktive Peptide

Gonadorelin

Synthetisches GnRH (Dekapeptid)

Auch bekannt als: GnRH, LHRH

Synthetisches Gonadotropin-Releasing-Hormon. Pulsatil verabreicht stimuliert es LH/FSH; als Dauerstimulation paradox supprimierend – der Mechanismus hinter GnRH-Agonisten-Therapien.

moderat

Steckbrief
Sequenz
identisch mit endogenem GnRH (10 AS)
Rezeptor
GnRH-Rezeptor (Hypophyse)
Applikation
i.v. / s.c. (pulsatil)
Rechtlicher & regulatorischer Status
Zugelassener Wirkstoff (Diagnostik der Hypophysen-Gonaden-Achse; pulsatile Therapie bei hypothalamischer Infertilität).
Wirkmechanismus

Bindet den GnRH-Rezeptor der Hypophyse → LH/FSH-Freisetzung. Pulsatile Gabe imitiert die physiologische Sekretion; kontinuierliche Gabe führt zu Rezeptor-Desensibilisierung und nachfolgender Suppression der Gonadotropine.

GnRH-RLH / FSHpulsatil vs. dauerhaft
Bezug zu den Hallmarks of Ageing

Reproduktive/HPG-aktive Peptide modulieren Sexualhormon-Achsen, die im Alter abfallen. Ein veränderter Hormonstatus beeinflusst interzelluläre Signalgebung und Körperzusammensetzung; ein direkter Lebensspannen-Mechanismus ist daraus aber nicht abzuleiten – allenfalls ein Vitalitäts-/Healthspan-Faktor.

Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.

Evidenz nach Endpunkt
  • Diagnostik HPG-Achse · Humanmoderat
  • Pulsatile Fertilitätstherapie · Humanmoderat
Humanstudien
QuellenDesignDauerEndpunkteErgebnisLimitationen
Etablierte klinische AnwendungzugelassenLH/FSHvalidierter Stimulationstest; pulsatile Therapie bei hypothalamischer Amenorrhö/Hypogonadismus
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

Testosteron-/Fruchtbarkeitserhalt (im TRT-Kontext beworben)
Dosen aus Studien — reine Referenz
Diagnostik: Einzelbolus. Therapie: pulsatil (Pumpe). Anwendung ärztlich.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

meist mild; bei Dauergabe initialer „Flare“ dann Suppression.

Theoretische Risiken

Kontraindikationen / Vorsicht

hormonsensible Tumoren (je nach Anwendung).

Offene Fragen
  • Vergleich Kisspeptin-basierter Ansätze
Quellen
  • Standard-Endokrinologie / Fachinformation Gonadorelin (GnRH). · Fachinfo
Häufige Fragen
Was ist Gonadorelin?

Synthetisches Gonadotropin-Releasing-Hormon. Pulsatil verabreicht stimuliert es LH/FSH; als Dauerstimulation paradox supprimierend – der Mechanismus hinter GnRH-Agonisten-Therapien.

Wie wirkt Gonadorelin?

Bindet den GnRH-Rezeptor der Hypophyse → LH/FSH-Freisetzung. Pulsatile Gabe imitiert die physiologische Sekretion; kontinuierliche Gabe führt zu Rezeptor-Desensibilisierung und nachfolgender Suppression der Gonadotropine.

Wie gut ist Gonadorelin belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „moderat“. Es liegen 1 ausgewertete Humanstudien vor.

Ist Gonadorelin in Österreich und der EU zugelassen?

Zugelassener Wirkstoff (Diagnostik der Hypophysen-Gonaden-Achse; pulsatile Therapie bei hypothalamischer Infertilität).

Welche Nebenwirkungen sind für Gonadorelin bekannt?

meist mild; bei Dauergabe initialer „Flare“ dann Suppression.

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Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten